KSM-News

Marianne Loeffen

Am 29.April 2017 verstarb das langjährige Vereinsmitglied Frau Marianne Loeffen.

Frau Loeffen hat durch ihre Mitgliedschaft die Ziele des Vereins nachhaltig unterstützt. Wir werden ihr ein ehrendes Gedanken bewahren.

Ihren Angehörigen entbietet der Verein sein tiefes Mitgefühl.

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775 Jahre Stadt Kleve

Ohne Schüsterke kann Kleef niet leeve, ohne Schüsterkes kömmt Kleef nit ütt!

Diese über Jahrzehnte von den Klever Schüsterkes gesungene Hymne zeigt sehr deutlich, wie sehr sich die Schuhmacher mit Ihrer Stadt verbunden fühlten und wie sehr sie das Gefühl und die Gewissheit hatten, dass ihre Arbeit die Gestalt und die Entwicklung und den Erhalt der Stadt maßgeblich beeinflussten. Und wie stolz sie darauf waren.

Dies erklärt auch die maßlose Enttäuschung der Menschen, als 2004 der letzte Mitarbeiter der Schuhfabrik Hoffmann seine Arbeit und damit die Geschichte der Schuherstellung in Kleve beendete.

Über 100 Jahre hatten mehr als 50 Schuhfabriken Tausenden Ausbildung und Arbeit geboten und Ihnen den sicheren Arbeitsplatz und ein geregeltes Einkommen verschafft  und die Schuhfabriken hatten durch Investitionen, Lohn- und Steuerzahlungen die Grundlage für eine rasante wirtschaftliche Entwicklung gelegt.

1970/71 produzierte z.b. Hoffmann mehr als 9 Millionen Paar Schuhe und 4200 Mitarbeiter waren in mehr als 20 deutschen Betriebsstätten beschäftigt, abgesehen von denen, die in ausländischen Niederlassungen beschäftigt waren.

1980 waren in Kleve nur noch eine Handvoll Schuhfabriken tätig, die 2600 Mitarbeiter beschäftigten. Kleve hatte zu dieser Zeit rd. 43 000 Einwohner.

1958 hatte Kleve 28 000 Einwohner, davon waren 3573 in der Schuhherstellung beschäftigt.

Kleve galt zu Recht als die Stadt der guten Kinderschuhe. Wurde doch hier der rechte und linke Kinderschuh entwickelt, wurden doch hier mehr als 20 000 Paar Kinderfüße vermessen und durch Jahrzehnte wissenschaftlicher Arbeit immer neue Grundlagen für die Produktion fußgerechter Schuhe geschaffen.

Obwohl der Rückgang der Schuhproduktion schon über Jahre vor dem Ende beunruhigend war, versetzte die Schließung allen Beteiligten einen Schock, war man doch zunächst davon ausgegangen, dass der Verkauf an die Firma Clarks ein Weiterbestehen sichere.

In seiner Rede zur Eröffnung des Klever SchuhMuseum im März 2010 sagte Bürgermeister Theo Brauer u.a.:

Diejenigen, die in der Klever Schuhindustrie tätig gewesen sind, können auf eine stolze Tradition zurückblicken. Die Bedeutung, die dieser Industriezweig für die Stadt gehabt hat, ist nicht zu unterschätzen. Wenn z.B. die Einwohnerzahl der Stadt von 9000 im Jahre 1871 bis über 16.000 im Jahre 1905 zunahm und danach bis fast 22.000 am Vorabend des Zweiten Weltkriegs, dann ist das zu einem nicht unerheblichen Teil der Entwicklung der Schuhindustrie zu verdanken. Als seit dem Ersten Weltkrieg die Bedeutung des Fremdenverkehrs in Kleve abnahm, wurde diese Industrie zur wohl wichtigsten tragenden Säule der städtischen Wirtschaft. Zunehmend zog sie damals auch nicht nur neue Einwohner an, sondern beschäftigte Pendler, was sich auf die Entwicklung des Verkehrssystems auswirkte.

…..doch man kann die Klever Schuhgeschichte nicht nur vom rein wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus betrachten. Es bestand hier unverkennbar ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit, ein Selbstbewusstsein der ‚Kleefse Schüsterkes‘. Dieses reichte bis über die Tore der Gustav Hoffmann-Schuhfabrik, wo man die Mitarbeiter als ‚Hoffmann-Familie‘ hegte, hinaus und umfasste auch die Kollegen in den anderen Fabriken und die Schuhmacher insgesamt.

 Tatsächlich: die Schuhfabriken und mit ihnen die Schüsterkes waren bedeutend für Kleve, nicht nur für die Klever Wirtschaft, sondern für die Klever Heimat insgesamt. Denn diese Industrie hat die Stadt auch baulich, sozial und kulturell geprägt. Ich nenne nur die Werkswohnungen, die Gustav Hoffmann an verschiedenen Stellen in der Oberstadt bauen ließ, das Mädchenheim in der Wagnerstraße, das Gästehaus an der Hoffmannallee, das Haus Bresserberg mit dem Tennisplatz, den Fußballstadion, die Singgemeinde der Elefanten-Schuhfabrik, die Theatergruppe, die Fußballmannschaft, … . Auch das gehört alles zu der Tradition, die die Schüsterkes und ihre Erben bis heute mit Stolz erfüllt.“

Die Herstellung von Schuhen begann in Kleve bereits um 1300. Bereits 1296, also kurz nach der Gründung der Stadt, wurde den Schuhmachern ein eigener Zunftbrief verliehen. Das Handwerk entwickelte sich weiter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Entwicklung und Einführung von Maschinen den Übergang vom Handwerk zur industriellen Herstellung einleitete.

Damit begann die Blütezeit der Schuhherstellung in Kleve. Obwohl auch andere Schuhe produziert wurden, war es die Qualität der Kinderschuhe, die Kleve weltweit bekannt machte.

Medizinische Begleitung durch ein spezielles Institut, das Messverfahren für die Kinderfüße und die ständige Weiterentwicklung der Kinderschuhe mit immer verbesserten Formen und Materialien erzielten das Optimum an Komfort und gesunder Passform.

Allerdings waren der erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskrise und erst recht der zweite Weltkrieg einschneidende Ereignisse für die Produktion und den Absatz. Diese Jahre waren bestimmt durch Entlassungen und Wiedereinstellungen der Schüsterkes je nach Auftragslage in den großen Fabriken, bis der zweite Weltkrieg mit seiner totalen Zerstörung der gesamten Stadt allem ein Ende setzte. Da waren es die Schüsterkes, die sofort mit dem Wiederaufbau Ihrer Arbeitsplätze begannen und es in kurzer Zeit schafften, die Produktion wieder in Gang zu setzen und der wieder einsetzenden Nachfrage gerecht zu werden. Sehr schnell waren die Kinderschuhe aus Kleve wieder am Markt und Produktion und Umsatz belebten auch die Wirtschaft in Kleve. Aber auch der Wettbewerb wuchs und zwang zu immer neuen Reaktionen – bis hin zu Verlagerung von Produktionen ins Ausland. Auf Dauer war dem Druck im Hinblick auf die immensen Aufwendungen zur Sicherung der Qualität nicht standzuhalten, die Wirtschaftlichkeit sank immer weiter. Zum Schluss war es nur noch die Firma Gustav Hoffmann als letzte der großen Produzenten übrig. Die dort beschäftigten Schüsterkes hofften bis zu Letzt, dass ein Verkauf des Unternehmens ihre Arbeitsplätze erhalten werde. Das Scheitern des Verkaufs und die Schließung waren für die Beschäftigten und die Bürger und Vertreter der Stadt Kleve ein Desaster und der Frust über das unrühmliche Ende der über 100 Jahre bestehenden Schuhherstellung verständlich. Nun mussten alle sich damit auseinander setzen, dass Kleve auch ohne die Schüsterkes weiterleben konnte.

Kleve war nicht mehr die Stadt der guten Kinderschuhe.

Der Verein Kleefse Schüsterkes e.V. und das von ihm eingerichtete und betriebene  Klever SchuhMuseum dokumentieren und präsentieren die Geschichte der Schüsterkes in Kleve, um sie der Nachwelt als kostbare Erinnerung über die Entwicklung ihrer Heimat zu erhalten.

Theo Knips 3/17

 

 

 Kreis Klever KulTourtage

Das Klever SchuhMuseum beteiligt sich auch in diesem Jahr am kreisweiten Kulturwochenende.

Am Sonntag, dem 21. Mai 2017 ist der Eintritt  in das Museum von 14:00 bis 17:00 Uhr kostenlos.

Im Rahmen der Dauerausstellung werden kostenlose Führungen durch das Museum und die Vorführung alter Filme aus der Geschichte der Schuhherstellung angeboten.

Die Kleefse Schüsterkes freuen sich auf zahlreiche Besucher.

 

Der Rote Elefant

 Die Entwicklung des Markenzeichens

Der „rote Elefant“ ist seit 1928 das Bildzeichen der international bekannten deutschen Kinderschuhmarke. Der Elefant als Symbol für Robustheit und Dickhäutigkeit – und als Markenzeichen für Kinderschuhe, die diese Erwartungen erfüllen: Robust überstehen sie alle Erkundungsgänge der kleinen Träger und gleich einer dicken Haut schützen sie den zarten, wachsenden und reifenden Kinderfuß in allen Situationen vor Schmutz, Kälte und allen Unwegsamkeiten.

Gustav Hoffmann

Gustav Hoffmann

1896 hatte der Händler für Schuhmacherbedarf Gustav Hoffmann
(1872 – 1935) eine einfache, aber für die damalige Zeit
revolutionäre Idee. Gemeinsam mit seinem Schwager Fritz Pannier
gründete er in Kleve eine Fabrik, in der ausschließlich
Kinderschuhe gefertigt wurden. Und durch noch etwas erregte er
Aufsehen im Kinderschuhmarkt: die industrielle Fertigung erfolgte
erstmalig über linke und rechte Leisten. Der fußgerechte
Kinderschuh ist geboren.

1908 trennten sich die beiden Fabrikanten. Pannier fertigte Kinderschuhe ab Größe 27, Hoffmann konzentrierte sich auf die Kleinkinder-Größen bis 26.

Der wirtschaftliche Durchbruch seines Unternehmens kam Ende der 20er Jahre. Laut Firmenchronik wurde Gustav Hoffmann im Herbst 1927 von einem Hamburger „Schuhwaren-Engrosgeschäft“ das Wort „Elefant“ als
Markenzeichen angeboten. Der Kauf kam zustande.

Der von Hoffmann beauftragte in Wyler bei Kranenburg lebende
Maler Josef (Jupp) Oberboersch übernahm die Gestaltung des

1928

1928

Markenzeichens, auch Markenlogo genannt. Er wählt die
Verbindung eines Wortzeichens „ELEFANTEN MARKE“
vor blauem Hintergrund mit einem Bildzeichen, dem
zentral positionierten unverwechselbaren Dickhäuter,
dem „roten“ Elefanten.

Am 02. Mai 1928 erfolgte die Eintragung der Marke

Die Eintragung der Marke (Auszug)

Die Eintragung der Marke
(Auszug)

unter der laufenden Nr. 385714 beim Reichspatentamt,
1931 die internationale Registrierung.

Die in Kleve produzierten Schuhe wurden zu
„Elefanten Schuhen“. Hoffmann setzte fortan
konsequent auf den Ausbau der Qualitätsmarke.

Der rote (Bild)-Elefant prägt das Markenbild bis heute: unverwechselbar, sympathisch, emotional und mit einem hohen Bekanntheitsgrad bei Eltern und Kindern.

Er ist einprägsam und verfügt über einen hohen Wiedererkennungswert, auch am Schuh. Und er erleichtert die Durchsetzung der Marke auf den internationalen Märkten, da er ohne Sprache auskommt. In der Firmenchronik von Heinrich Hoffmann aus dem Jahre 1956 heißt es dazu: „… am 20. Juli 1931 wurde sie dann international registriert. Von 1928 an wird die „Elefanten-Marke“ in immer zunehmendem Maße als Fabrikmarke in den Vordergrund geschoben.“

Die Hoffnung des internationalen Durchbruchs resultierte sicher auch aus Hoffmanns gewonnenen Eindrücken anlässlich einer längeren Bildungsreise 1927 in die USA.

Elefanten-Kinderschuhe wurden zum Inbegriff für Qualität und gute Passform bei Kinderschuhen.

Das Wort-Bild-Zeichen wurde im Laufe der Jahrzehnte bis 1979 mehrfach geändert, wobei der ursprünglich natürlich dargestellte Elefant immer mehr eine abstrakte Form erhielt und ab 1964 auch seine Laufrichtung änderte

Bei der ersten Änderung 1934 erschien das Tier bereits abstrakter. Der Grafiker gestaltet den Elefanten mit in Laufrichtung geändertem Rüssel statischer und verzichtet bei der vereinfachten Seitenansicht auf die Darstellung zweier Beine.

1934

1964

1964 wechselte der Elefant die Laufrichtung. Konturen mit kindlich-verspieltem Schwung machen aus dem großen einen kleinen Elefanten mit prägnantem Ohr, wohl die mögliche afrikanische Herkunft des Vorbildes symbolisierend.

1979

1987

Wurde die Veränderungen des Bildzeichens lange behutsam vollzogen, um den Wiederkennungswert und die positive Wahrnehmung der Marke zu erhalten, erfolgte 1979 ein deutliches „Facelift“. Die Gustav Hoffmann Schuh GmbH firmierte um in die Elefanten Schuh GmbH.

Die über Jahrzehnte bestehende kindgerechte Form und Zweifarbigkeit des Logos wurde aufgegeben. Kopf und Rüssel sowie die Beine sind als solche kaum noch zu erkennen. Vom großen Ohr bleibt nur ein schräger Strich in den vorderen Rumpf hineingezogen. Die abstrakte Form entsprach dem zeitgemäßen Stilempfinden. Der einstige sympathische und freundliche Dickhäuter wird zum „Holzbock“, wie die Mitarbeiter ihn titulieren.

Er verlor seine kindlich-verspielte Kontur, denn er sollte im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens künftig Kinder aller Altersgruppen, also auch Großkinder, ansprechen. Auch der Elefant sollte erwachsen werden!

Ab 1987 stehen Bild- und Schriftzeichen auf einer Ebene. Ob diese temporäre Veränderung zum Vorteil des Markenzeichens, der Marke und somit auch des Unternehmens geschah, sei dahingestellt.

Nach mehreren Namenswechseln u.a. in den 90er Jahren in Verbindung mit dem Versuch auch auf dem Jugend- und Herrenschuhmarkt präsent zu sein, folgte mit der Umbenennung in die Elefanten KG am 01.01.1999 die letzte Veränderung des Logos. Das Unternehmen heißt wieder wie die Marke und möchte das tun, was es in Laufe seiner Geschichte nachhaltig am besten konnte: Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von passgerechten Schuhen für Kinder bis etwa 10 Jahre.

Eltern, Kinder und der Fachhandel werden in die Entscheidung einbezogen und dürfen für das bestehende oder neue Logo votieren. Die Entscheidung fällt eindeutig zugunsten des roten Elefanten, der wieder etwas Schwung und Dynamik bekommt und dessen kleiner, weißer Punkt im Kopf zumindest ein Auge andeutet. Die Hausfarbe von Elefanten bleibt ein warmes, kräftiges Rot. Der zu druckende Ton ist HKS 13.

1999

Die Marke als Werbeträger

Die Print-Medien

Der Elefant wurde in unterschiedlichen Formen und Darstellungen als Werbeträger zur Verbreitung der Marke genutzt. Er trug dazu bei beim Käufer eine Vertrauensgrundlage zu schaffen und eine emotionale Brücke zu bauen, die gerade für den Kinderschuhkauf mitentscheidend ist.

Nicht immer war er rot, doch immer vertrat er den robusten und unverwüstlichen Elefanten-Kinderschuh. Alle Kinderschuhe trugen den Anhänger am blauen oder roten Faden mit dem roten Elefanten.

In den Kinderabteilungen der Schuhgeschäfte lockten Schaukel-Elefanten, Elefanten-Hocker, Elefanten-Bänke aus der eigenen Schreinerei, Elefanten-Rutschen, Kletter-Rutsch-Elefanten aus einer Stahl-Holzkombination, das Eisenbahnkarussell, der Elefanten-Anprobierschemel mit Längenmaß, Elefanten-Teppiche; dazu Werbeartikel aller Art (z.B. Plakate, Aufkleber, Spiele), kleine und große Spiel-Elefanten die Kinder an.

Werbe-Elefanten-Karussell
(Klever SchuhMuseum, 2016)

Dreisitzige Bank für „betont
modische Geschäfte“ (1960er Jahre)

Das Unternehmen setzte schon sehr früh auf moderne Werbemittel.
Bereits 1933, also lange vor den bekannten Lurchi-Heften des Wettbewerbers Salamander, erschien monatlich die „Elefanten-Zeitung“ als „Hausmitteilung“ der GUSTAV HOFFMANN A.-G. KLEVE, die über den Einzelhandel kostenlos an die Kinder verteilt wurde.

Der bekannte Düsseldorfer Kunstmaler, Illustrator und Buchautor Rudolf „Rudi“ vom Endt (1892 – 1966) hat die zauberhaften Illustrationen der Titelseiten und die als Comics gestalteten Rückseiten geschaffen und zeichnet auch für die Gesamtgestaltung der Hefte verantwortlich.

Vom Endt nahm die Marke „Elefanten-Schuh“ zum Thema der Hefte und schuf in allen Geschichten und Comics das Bild des starken, überall helfenden und unüberwindlichen Elefantenschuhs mit den Akteuren Kapitän Pumpe (ein großer Elefant) sowie Knix und Knax (zwei kleinen Elefanten), die gemeinsam den Helden der Abenteuer in allen Fällen aus der Bedrängnis helfen und die Überlegenheit des Elefanten-Schuhs herausstellen.

Die Zeitschrift wurde im Verlag Bildgut G.m.b.H., Essen gedruckt und umfasste 16 Seiten. Eine umfangreiche Sammlung befindet sich im Klever SchuhMuseum.

Titelseite
Elefanten-Kinder-Zeitung
1937

Titelseite
„Der gute Elefant“
1951

Titelseite
„Wummy“
1999

Auch die Elefanten-Zeitung wechselte im Laufe der Zeit ihr Erscheinungsbild und die Namen der in den Geschichten und Bildern agierenden Elefanten. So wurden z.B. aus Kapitän Pumpe sowie Knix und Knax später der „Gute Elefant“.

Unter diesem Titel erschien die Kinderzeitung als Werbemittel ab 1950.
Das Unternehmen und der Handel erkannten den Reiz und die kundenbindende Wirkung und ließen die Auflage schon bald bis auf 250 000 Exemplare monatlich ansteigen. Ende 1967 wurde sein Erscheinen „aus Kostengründen“ eingestellt.

Nach kurzer Pause trat bereits am 1. Oktober 1969 „Wummy, der gute Elefant“ seinen Siegeszug in die Verkaufsräume und Kinderzimmer an. Wummy, der rote Elefant als Leitfigur, ist zu diesem Zeitpunkt durch Anzeigen und Fernsehwerbung bereits bekannt. So bunt, spritzig, lustig, erlebnisreich wie das Dasein eines personifizierten Elefanten ist nun auch die neue Kinderzeitung.

Das Konzept der Werbeschrift änderte sich über Jahrzehnte nicht wesentlich: viele Bilder, die informativen und zugleich oft belehrenden Texte aus Sicht der kleinen Helden formuliert ergänzt durch eine bunte Mischung aus Gesundheitstipps, Comics, Berichten über Tiere, Witzen, Rätzeln und Spielen. Alles dreht sich um die Schuhe und den Elefanten, der sie trägt oder für sein Abenteuer nutzt. Er geht aus jedem dieser Abenteuer als Held hervor und ist ganz stolz auf seine …“die gute „Elefanten-Marke“ – so lautet oft der Schlusssatz der Comics.

Werbefilme

Bereits in den 50er Jahren nutzte das Unternehmen den Film als Werbemedium. „Das große Rennen“ des bekannten deutschen Zeichentrick- und werbefilmers Hans Fischerkoesen mit dem roten Elefanten entstand in dessen Studio in Mehlem bei Bonn und stützte die Marke im Handel und bei den Kunden.

Egal in welcher Form sich die roten Elefanten mit dem natürlichen Charme und dem großen Herzen präsentierten: Gleich blieben ihre Aufgaben und das Ziel ihrer Handlungen; stets halfen sie oder der Elefanten-Schuh den Helden der abenteuerlichen Geschichten aus der Bedrängnis.

Das Elefanten-Logo in seiner letzten Form besteht noch heute und wird vom derzeitigen Produzenten und Vermarkter der Elefanten-Kinderschuhe weiter als Markenzeichen verwendet.

Literatur

Todtmann, H. (1958). Großes Werk für Kleine Füße. 50 Jahre Gustav Hoffmann Kleve. Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Gustav Hoffmann GmbH Kleve.

Daute, R. (2004). Die elefanten-Story. Gustav Hoffmann und das Jahrhundert der Kinderschuhe. Kleve: Daute Verlag.

Hoffmann, H. (1956). Firmenchronik. Maschinenmanuskript, Kleve.
Intern. Mitarbeiterzeitschrift der Elefanten KG Kleve, Ausgabe 6/April 1999.
Elefanten-Zeitung. Nr.10/1937, Gustav Hoffmann A.G., Kleve.
Der gute Elefant. Nr.7/1951, Gustav Hoffmann GmbH, Kleve.
Wummy. Nr. 180/1999, Elefanten KG Kleve.
Deutsche Standards (2001). Marken des Jahrhunderts. Köln: Arcum Medien GmbH.

Peter Lauer
Kleefse Schüsterkes e.V./Klever SchuhMuseum, www.klever-schuhmuseum.de
Kleve, September 2016

 

Abschied von Wilfried van Ackeren

Am 28.Januar starb Wilfried van Ackeren. Er war von Anfang an dabei, den Verein Kleefse Schüsterkes e.V. und das Klever SchuhMuseum  mit großem Engagement einzurichten und zu gestalten. Leider war er durch seine Krankheit so beeinträchtigt, dass er in der letzten Zeit nicht in der Lage war, aktiv am Vereinsleben und der weiteren Entwicklung teilzunehmen. Bei seiner Beisetzung am 1. Februar konnten wir uns von ihm verabschieden.Wir trauern um ihn und werden ihn in guter Erinnerung behalten.

 

 

Spurenensuche nach dem roten Elefanten in Remels
Was wurde aus dem Elefanten- Fabrikgebäude der Firma Gustav Hoffmann aus Kleve?

Am 21.11.2015 fuhren Jupp Ververs und ich zur Beerdigung von Paul Friedhoff nach Löningen. Paul Friedhoff war einer der ersten Förderer unseres Schuhmuseums.
Im Anschluß an die Trauerfeierlichkeiten beschlossen wir, nach Remels zu fahren um zu sehen, was von dem ehemaligen Elefantenwerk übrig geblieben ist.
In Remels angekommen sprach ich eine ältere Frau an, die sich lebhaft an die Schuhfabrik erinnerte, aber ihre Wegbeschreibung erwies als unzureichend.
Der nächste Anlaufpunkt war die Redaktion des Uplengen Blattje. Unter der uns bekannten Adresse konnten wir die Redaktion nicht finden.
Nächstes Ziel: Uplengener Hof.
Beim Kaffeetrinken kamen wir mit der Wirtin, Frau Stefanie Wenke, ins Gespräch und sie holte sofort das Telefonbuch und suchte die Adresse von Arnold Frerichs. Arnold Frerichs war 17 Jahre Elefantenmitarbeiter und ist Chronist seiner Heimatgemeinde.
Die nette Wirtin, die aus Pirmasens stammt, rief Herrn Frerich an und wir verabredeten uns um 15.00 Uhr zu einem Gespräch. Es kam ein rüstiger 81- jähriger Mann, der uns eine beeindruckende Bildersammlung und ein selbstverfasstes Buch mit dem Titel „Wie es damals war“ zeigte.
Im Laufe des Gesprächs erzählte ich, dass wir die Redaktion des Uplengen Blattje suchten.
Dieses konnte er sofort lösen, der Redakteur Hans Henning Stephans befand sich im selben Hotel, um einen Bericht über Treffen ehemaliger Kommunionteilnehmer zu schreiben.
Das Gespräch mit Herrn Stephans war sehr fruchtbar. Er macht in der nächsten Ausgabe des Blattje einen Aufruf, um ein Treffen der ehemaligen Elefantenmitarbeiter zu organisieren.
In der Gewissheit, dass dies nicht das letzte Treffen in Remels war, machten wir uns auf den Weg zur nächsten Station nach Warsingsfehn. Dort war früher eine Stepperei der Firma Hoffmann mit 75 Mitarbeitern.
Wir machten von dem Gebäude (in dem sich jetzt eine Autowerkstatt befindet) mehrere Fotos und machten uns wieder auf den Heimweg.

Reinhold Tobisch und H.J. Ververs

Hewlett-Packard

Frau Wenke, Uplengener Hof

Hewlett-Packard                                                            Herr Stephans

Hewlett-Packard

Herr Frerichs

Hewlett-Packard

Warsingfehn

 

Die Schüsterkes trauern um Monika Thissen

Heute, am 19.112015 wurde Monika Thissen, langjähriges Mitglied des Vereins Kleefse Schüsterkes e.V. auf dem Friedhof in Hasselt beigesetzt.
Frau Thissen war von Anfang an ein aktives Mitglied und mit großem Engagement an der Einrichtung und der Betreuung des Klever SchuhMuseum beteiligt und für uns alle ein liebenswerter und uneigennütziger Mensch, den wir sehr vermissen und den wir stets in Erinnerung behalten werden. Die Schüsterkes konnten sich Ende Oktober in einer Trauerfeier von Ihr verabschieden; trotzdem werden sie noch lange fragen – kommt Monika heute nicht?


 

Die Hochschule Rhein-Waal und das Klever SchuhMuseum erhielten den Hochschulpreis der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve

Dieser Preis wurde für das Projekt „Studentische Untersuchung der momentanen Situation kleiner Museen und deren Marketing“ verliehen.

10 kleine Museen haben sich unter dem Motto: „Klein aber fein…. Museen am Niederrhein“ zusammengetan, um ein gemeinsames Marketing für eine intensivere Einbindung in den Tourismus am Niederrhein zu gestalten. Von diesem gemeinsamen Vorgehen wird erwartet, die entstehenden Kosten für das einzelne Museum auf ein tragbares Maß zu reduzieren.

Die Hochschule Rhein-Waal war auf Anfrage des Klever SchuhMuseum bereit, Studentinnen und Studenten für eine entsprechende Untersuchung zur Prüfung und Unterstützung dieses Projekts zu gewinnen.

Rund 50 Studenten verteilten sich nach entsprechender Vorarbeit auf die Museen, entwickelten für jedes Museum ein eigenes Marketing-Konzept und gestalteten aus diesen Ergebnissen auch Vorschläge für ein gemeinsames Marketing.

Die Qualität dieser Arbeit unter der Leitung von Professor Dr. Reiser war so hoch, dass es gerechtfertig erschien, sie für den ausgeschriebenen Hochschulpreis zu nominieren. Erfreulicherweise war auch die Jury vom Wert dieser Arbeiten überzeugt, so dass es am 28. Oktober 2015 zur feierlichen Verleihung in Schloss Moyland kam.

Für diese Auszeichnung danken alle an diesem Projekt Beteiligten!

Als erste Maßnahme entwickeln die kleinen Museen zur Zeit einen gemeinsamen Flyer, mit dem sie sich in Kürze auf dem Touristikmarkt vorstellen wollen. Zudem arbeitet jedes Museum auf der Basis der studentischen Empfehlungen an der Verbesserung seiner eigenen Konzeption. Ein großes „Dankeschön“ auch der Museen an die Studentinnen und Studenten für diese wertvollen Erkenntnisse und Empfehlungen!!

Hochschulpreis-Verleihung in Schloss Moyland Museen-Kooperation

Hochschulpreis-Verleihung in Schloss Moyland
Museen-Kooperation

 

Georg Winnen spendete wertvolle Maschinen

Eine funktionsfähige Steppmaschine und eine ebenfalls noch funktionierende Reparaturmaschine ergänzen seit einiger Zeit die Ausstellung. Wir freuen uns sehr, damit auch den praktischen Einsatz der Nähmaschinen zeigen zu können. Weiter erhielten wir eine Handnähmaschine, seltene Leisten und andere für die Herstellung von Schuhen benötigte Utensilien. Gerorg Winnen kündigte an, sich noch von weiteren Schätzen in seiner Sammlung trennen zu wollen. Wir freuen uns darauf.

Reparaturmaschine Spende Georg Winnen

P1010968Steppmaschine; Spende Georg Winnen

 

Elefantenzeitung aus dem Jahr 1949!

Dank einer Spende von Frau Mackeprang (Burg/Fehmarn) konnte die Sammlung von Elefantenzeitschriften für Kinder durch ein Heft aus dem Jahre 1949 ergänzt werden.
Dieses Heft, kurz nach Ende des 2. Weltkrieges herausgegeben, zeigt den ungebrochenen Willen der Firma G. Hoffmann, den Wiederaufbau des Werks und die Produktion und den Verkauf von Kinderschuhen mit den traditionellen Werbemitteln zu unterstützen. Der Elefant ist wieder da! Die Gestaltung hatte wieder Rudi vom Endt – auch eine Fortsetzung der Tradition, wenn auch der Inhalt noch nicht an die Qualität der Hefte ab 1932 heranreicht. Und gerade das ist es, was dieses Heft als Zeitdokument so wertvoll macht.

elefantenz. 1949 Titel

Wie kommt die Kunststoff-Sohle an den Schuh?

„Schuhe mit angespritzten Plastikböden sind immer mehr im Kommen. Unsere Verkaufszahlen beweisen es recht deutlich“. So lesen es die Elefanten-Mitarbeiter in ihrer „Elefanten-Post“ Mitte 1966.

Das Unternehmen, stets auf der Suche nach innovativen Lösungen, war 1964 mit den ersten „PVC-gespritzten Schuhen“ ebenso Branchenführer wie 4 Jahre später bei Einführung der anspruchsvolleren, heute noch weit verbreiteten Direktbesohlung von Schuhen mit angeschäumtem PUR (Polyurethan).

Der Klever Branchenführer erkannte sehr schnell die optimalen Trageeigenschaften von Kinderschuhen mit diesen Werkstoffen: leicht, verschleißfest, flexibel und stoßdämpfend. Das arbeitsintensive Verkleben der Sohle mit dem Schaft entfällt. Auf den neuen Hochleistungsautomaten lassen sich bei großen Serien zudem günstige Stückkosten erzielen.

Zunächst wird der Schaft mit Brandsohle über den schwenkbaren Metallleisten gezogen und dieser in die Sohlenform abgesenkt. Die beidseitigen Formenrahmen schließen am Schuhschaft dicht ab. In den „Hohlraum“ über der schalenförmigen Bodenform wird der heiße, flüssige Kunststoff unter hohem Druck eingespritzt, formt die Laufsohle aus und verbindet diese unlösbar mit dem Schaft. Die Bodenform weist alle Gravuren, wie Sohlenprofil, Verzierungen, Logos, Größenangaben etc. auf. Es ist möglich mehrere Farben und zwei in der Härte unterschiedliche Qualitäten nacheinander anspritzen. Der Schuh wird nach dem Öffnen der Form vom Leisten abgezogen und der sogenannte „Austrieb“ – die überschüssige PU-Spritzmasse – mit einem Messer entfernt.

Nicht nur der elefant fertigte in den nächsten Jahrzehnten überwiegend Kinderschuhe nach dieser neuen Machart.

Im Klever SchuhMuseum können sich große und kleine Besucher anhand vieler Exponate von den Farb- und Modellvielfalt überzeugen.

Die über die im Klever SchuhMuseum ausgestellte Form gefertigten Kinderschuhe weisen noch eine Besonderheit aus: Löcher in der Sohle! Das System trägt den gleichen Namen wie die Firma „Geox“. Der elefant war der erste Lizenznehmer dieser italienischen Marke. Mehr noch: Der Forschung des Klever Unternehmens gelang es das GEOX-System für die „angespritzte Machart“ zu entwickeln. Zu diesem Zweck wird in die Bodenform ein vorgefertigtes Teil mit der wasserdichten „Membrane“ eingelegt. Besonders gut lässt sich darstellen, wie durch die Membrane und die Klimaöffnungen in der Sohle Voraussetzungen für ein Fußklima geschaffen werden, das Feuchtigkeit von innen nach außen ableitet, aber verhindert, dass Feuchtigkeit oder Nässe von außen in den Schuh eindringt. Das Museum zeigt jetzt auch Schuhe mit dieser innovativen Lösung.

 

Neues im Klever SchuhMuseum

Es ist erfreulich, dass sich immer wieder Zeugen aus der Geschichte der Schuhherstellung in Kleve finden oder Leihgaben aus anderen Bereichen dem Klever SchuhMuseum zur Verfügung gestellt werden und damit die Ausstellung bereichern.

So konnte jetzt eine neue Vitrine mit Kinderschuhen aus der Herstellung der Firmen Ott & Sohn (Kellen) und Josef Kleinmanns  und Johann Kleinmanns(Keeken) gestaltet werden. Die Kinderschuhe von Josef Kleinmanns tragen den Namen„Jugendglück“ und die Babyschuhe haben den Hinweis: Fabrikant Johann Kleinmanns, Marke „SPITZ“. Eine zweite Vitrine konnte mit türkischen Toilettenschuhen aus dem 16. Jahrhundert (Leihgabe) und anderen orientalischen Schuhen dekoriert werden, die sich gut in die Ausstellung der zahlreichen historischen Schuhe einpassen.

Eine besondere Überraschung war eine große, in Kalligraphie gestaltete Tafel mit einem Gedicht von Karl Groenewald über die Figur des Schüsterken (Bältermann) und einer Aufstellung der Namen zahlreicher Jubilare der Firma Pannier.

Leider ist die kunstvoll gestaltete Tafel nicht datiert, so dass wir darauf hoffen, dass kenntnisreiche Besucher uns hier zu Erkenntnissen verhelfen.

Auch eine Urkunde über die Beteiligung des Werkchors der Firma Pannier an einem Jubiläum des Gesangvereins Germania ist als Beispiel für das damalige gesellschaftliche Leben in den Fabriken in die Ausstellung aufgenommen worden.

Der Verein KLeefse Schüsterkes e.V. freut sich sehr über alle Schätze, die zur Ausstellung angeboten werden; inzwischen ist die Sammlung im Klever SchuhMuseum so umfangreich, dass den Besuchern eine umfassende Fülle von Informationen und Dokumentationen über die Vergangenheit der Klever Schuhproduktion geboten  wird. Damit verbunden ist die Würdigung der Menschen, die durch ihre Arbeit und Kreativität in diesem Wirtschaftszweig maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beigetragen haben.

Berichte/Artikel über das KSM in der Presse & im Internet:

 

Rheinische Post vom 07.08.2013:

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Neues ab Januar 2014

Probeweise wird ab Januar2014 an jedem zweiten Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 15:30 eine kleine Führung durch das Klever SchuhMuseum angeboten.

Zu dieser Zeit ist ein Führer im Museum anwesend, der auf Wunsch Informationen über die Ausstellung vermittelt.

Die ist allerdings kein Ersatz für die umfangreichenFührungen, die weiterhin für Gruppen nach vorheriger Vereinbarung angeboten werden.

Mit Förderung des Lanschaftsverbandes Rheinland wurden die Bezeichnungen der Ausstellungsstücke und andere Informationen und ein Museumsführer neu gestaltet.

Jeder Besucher erhält ab sofort diesen Museumsführer,der es ihm noch einfacher macht, sich mit dem Inhalt der Ausstellung vertraut zu machen

Im Zusammenhang mit der Ausstellungder Kinderzeitschriften der Hoffmann-Werke aus den 30er Jahren wurden zusammen mit der Sparkasse Kleve Schnürhilfen aus Holz beschafft, die an die Kindergärten verteilt wurden.

Mit dieser als Schuh gestalteten Hilfe können Kinder das Schnüren von Schnürsenkeln üben.

Im Klever SchuhMuseum sind noch einige Exemplare vorhanden.

Als Leihgabe erhielt das Klever SchuhMuseum ein Paar türkische Toilettenschuhe aus Sandelholz mit Silberbeschlag, vermutlich aus dem 16.Jahrhundert.

*

Kürzlich konnten wir einige Kinderschuhe aus den 50er Jahren der ehem.Schuhfabrik Ott&Sohn sowie der früheren Keekener Schuhfabriken Josef und Johann Kleinmann erwerben.

 

Die Familie Fahrig aus Herne schenkte dem Klever SchuhMuseum einige wertvolle Exponate, die nach und nach in die Ausstellung eingegliedert werden.
Darunter ist auch ein Schaukasten mit sehr schön arrangierten alten Werkzeugen der Schuhmacher und anderen Materialien zur Schuhherstellung.
Dieser Schaukasten wurde bereits  zum Anlass genommen, die Ecke der Schuhmacher neu zu gestalten.
Die Schüsterkes haben vor, das Museum in Kürze in einigen Teilen umzustellen, damit es, zusammen mit neuen Exponaten, den Besuchern neue Eindrücke bietet.

Das Klever SchuhMuseum erwarb interessante Sammlung

Von der Familie Glatzel aus Leipzig konnte das Klever SchuhMuseum eine Sammlung von Heften der Elefanten-Zeitung (Firma Gustav Hoffmann A.G) für Kinder aus den Jahren 1936 und 1937 erwerben. Die Exemplare dieser kostbaren Sammlung sind zwar sehr angegriffen und können nur geschützt aufbewahrt und betrachtet werden, aber sie haben nichts von ihrem Ausdruck verloren, der aus der Zeit ihrer Entstehung betrachtet und verstanden werden muss.

Wir werden uns bemühen, einen Weg zu finden, diese köstlichen Bilder und Texte den Besuchern des Museums zugänglich zu machen. Nicht für Alle werden einige der Texte jedoch verständlich sein, da die dort verwendete Schreibschrift heute nur noch den Älteren geläufig ist. Aber da werden wir helfen! Bis zur Ausstellung einige Kostproben.

 

Kleefse Schüsterkes besuchten Schuhmuseen in Vreden

Es war ein überaus interessanter Tag in Vreden! Das Miniaturschuh-Musem von Georg Wessels war schon ein Ereignis; die Informationen und Exponate zum Thema Schuhe in Übergrößen (auf die sich G.Wessels spezialisiert hat) war ein faszinierender Blick in die Schuhprobleme der größten Menschen der Welt und den Lösungen dazu; abgerundet durch den Besuch der Ausstellung „150 Jahre Schuhdesign“ im Hamalandmuseum. Wer hat schon gewusst, dass es Schuhe für Schmuggler gab, bei denen die Absätze an der Spitze des Schuhs sind, um falsche Spuren zu legen? Für die Schüsterkes und die mitgereisten Gäste bot sich bei herrlichem Wetter zudem ein Bummel durch Vreden und das Freiluft- Heimatmuseum. Dabei kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Nicht zuletzt nahmen die Schüsterkes einige gute Erkenntnisse für das eigene Museum mit!

Teddy kam ins Klever SchuhMuseum…

Er gab den Kinderschuhen seinen Namen….

Das Museum erhielt vor einigen Tagen aus privatem Besitz ein Paar Kinderschuhe der Marke Teddy aus den 50er Jahren.
Teddy war die Marke, unter der die Firma Terbuyken & Sohn, eine der alten Schuhfabriken in Kleve, Kinderschuhe herstellte.
Das Museum war lange Zeit vergeblich auf der Suche nach Hinterlassenschaften dieses Familienbetriebes, der damals im ehemaligen Kurhaus Kleve in der Tiergartenstraße produzierte. Der Verein Kleefse Schüsterkes freut sich über diese Bereicherung der Sammlung von Kinderschuhen aus der Geschichte der Schuhherstellung in Kleve und ist der Spenderin sehr dankbar, dass sie bei diesem Fund an das Klever SchuhMuseum gedacht hat.

 

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